Vorsitzende und Schriftführer erhalten Ehrenplakette in Silber

Im Rahmen des Ehrungsabends der Gemeinde Reilingen konnten sich die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft Sabine Petzold und KuSg-Schriftführer Wolfgang Müller über eine besondere Ehrung freuen.

 

Bürgermeister Stefan Weisbrod überreichte ihnen in Würdigung ihrer langjährigen Verdienste im Ehrenamt die Ehrenplaktette in Silber der Gemeinde Reilingen. 

 

Beide sind seit 20 Jahren im Vorstand der Kultur- und Sportgemeinschaft aktiv und organisieren seit vielen Jahren die Veranstaltungen im Dachverband der Reilinger Vereine. 

Bericht Jahreshauptversammlung 2017

Kultur- und Sportgemeinschaft blickt auf ein Jahr mit herausragenden Veranstaltungen zurück


Neben Regularien der Jahreshauptversammlung der Kultur- und Sportgemeinschaft standen für die anwesenden Vereinsvertreter auch ein Ausblick auf kommende große Veranstaltungen in Reilingen sowie aktuelle Informationen auf der Tagesordnung.
 

Zu Beginn berichtete Schriftführer Wolfgang Müller in einem ausführlichen Rückblick von dem Vereinsjahr. Er erinnerte an die vielen Veranstaltungen und organisatorischen Abläufe, wobei der „Zweite närrische Nachtumzug“ einen sehr großen Anteil daran hatte. Kassenchef Bernd Biedermann hatte nur Positives vom Kassenstand zu berichten und die Kassenprüfer Manuel Vögele und Florian Schaffer bestätigten eine korrekte Buchführung. Der Gesamtvorstand wurde einstimmig entlastet.
 

Die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft (KuSg) Sabine Petzold dankte im Anschluss ausdrücklich allen Beteiligten, die den Dachverband der Reilinger Vereine im besonderen Maße unterstützt haben.  Gerade beim Nachtumzug hat sich wieder einmal gezeigt, dass sich die Reilinger Dorfgemeinschaft grandios darauf eingelassen hat und eine unglaublich erfolgreiche gemeinsame Veranstaltung geboten wurde.
Ohne die Kooperation Gemeinde Reilingen und Kultur- und Sportgemeinschaft wäre das alles nicht möglich gewesen. Sie lobte daher noch einmal ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, dem Bauhof und  Bürgermeister Stefan Weisbrod und dazu den vielen Sponsoren für die finanzielle Unterstützung.
Ein Dank ging aber auch an alle, die für die Sicherheit zuständig waren. Deren Fazit, dass es keine negativen Begleiterscheinungen in dieser Nacht gab, war ein höchst erfreuliches Ergebnis. 2018 wird in der Mitgliederversammlung darüber entschieden, wann der
„Dritten närrische Nachtumzug“ wieder durch die Reilinger Straßen ziehen wird.
 

Im abgelaufenen Jahr hat aber nicht nur der Nachtumzug alle Kräfte mobilisiert.

Auch das Straßenfest und der Adventsmarkt verzeichneten zunehmende Besucherzahlen und ziehen über die Region hinaus Besucher an.

Die Planungen für das Straßenfest 2017 laufen bereits. Es wird durch den Wegfall des Luther-Hauses und den Neubau des Martin-Luther-Weges neue Standplätze in diesen Bereichen geben.

 

Sommertagszug

Der  Sommertagszug vom Verein der Freunde Reilinger Geschichte wird auch in diesem Jahr durch die KuSg unterstützt. Der FRG-Vorsitzende Philipp Bickle erhielt gleich positive Rückmeldungen durch die Musikfreunde Reilingen, dem Musikverein Harmonie und dem Spielmannszug für die musikalische Begleitung. Über zusätzliche bunte Gruppen würden sich die Reilinger Kindergarten- und Schulkinder mit den den Zuschauern sehr freuen. KuSg-Schriftführer Wolfgang Müller nimmt noch Anmeldungen entgegen.

 

Kinderferienprogramm

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde bieten die Vereine jedes Jahr kurzweilige  Veranstaltungen für die Ferienkinder in den Sommerferien an. Damit das auch so bleiben kann, stimmten die Vereinsvertreter dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung zu, die Teilnahmegebühren wegen gestiegener Kosten zu erhöhen.

Zukünftig wird zusätzlich ein Verantwortlicher vom Verein mitveröffentlicht. Zum Einen bekommen die Eltern bei Abmeldung ihr Geld zurück und zum Anderen können sie sich informieren, ob evtl. auch für ein behindertes Kind die Teilnahme möglich ist.

Steilvorlage für die Straßenfasnacht

von Anke Koob

In Reilingen toben Hexen, Dämonen und Prinzessinnen durch die Nacht

 

Reilingen. Die Nacht war grimmig kalt: Minus sieben Grad krochen den Menschen schnell unter die Jacken. Wer klug war, hatte ein warmes Fasnachtskostüm darüber gezogen und genoss den einen oder anderen Punsch, der von innen wärmte. So ausgerüstet, konnte es auf der Straße hoch her gehen. Dieser Ruf war dem zweiten Nachtumzug in Reilingen ohnehin vorausgeeilt, denn das Credo der Gemeinde lautet „Wir feiern gerne.“ So säumten Tausende von Reilingern und Gästen die Straßen, durch die der Zug sich seinen Weg suchte. Was 2011 als schöne Idee zum Gemeindejubiläum initiiert wurde, erlebte nun eine zweite Auflage, die fast noch schöner und beeindruckender wirkte. Denn immerhin 1800 Beinpaare machten sich auf, um „uff de Gass“ Spaß zu haben. Mit 77 Fußgruppen – Wagen waren nicht eingeplant worden – beeindruckte der Zug daher mit einem zeitlichen Ausmaß, das man sonst vielleicht noch aus den Hochburgen der Straßenfasnacht kennt.  Rund drei Stunden ließen die Hexen, Dämonen und andere Narren ihre „Ahoi“- und „Helau“-Rufe erklingen und ließen dazu Konfetti und Bonbons regnen. Die Moderatoren auf dem Ehrenwagen, Claus Weber und Gabi Biefel, erläuterten und begrüßten, verloren zunehmend ihre Stimmgewalt, aber nicht die gute Laune. Auch Bürgermeister Stefan Weisbrod begrüßte die Narren, während sich Sabine Petzold, Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft, unter die Narren mischte und sich sichtlich freute, dass alles „so wunderbar“ in der Choreographie klappte. Immerhin steckten für sie und viele Ehrenamtlichen sowie Rathaus-Mitarbeiter Monate der Planung in diesen drei Stunden der Heiterkeit und der Sorglosigkeit. Und die ließen sich hervorragend feiern. Nach dem Prinzenpaar des Karnevalvereins Käskuche Reilingen und den rußgeschwärtzen Reilinger Belzkiddl sorgten viele Besucher aus den Nachbarorten für ordentlich gute Laune. Mit dabei war so das Gaejmänndl aus Nußloch, die Karlsruher Dämonen Hexen, die Rheingönheimer Feuerteufel und auch die Asparagus-Hexen aus Dudenhofen. Viele Lichterketten erleuchteten die Hexenzünfte, ließen Krieger dämonisch im Licht lächeln, entflammten die Herzen von Wilden Hühnern und selbst Donald Trump ließ sich nicht lumpen und erschien im Schein des Kerzenlichts mahnend: „Make the wall great again.“ Ob Reilinger Kraichbach Schlabbe oder Sängerbund, Sportverein und Spielmannszug – die Vielfalt der teilnehmenden Gruppen war schier unermesslich und ließ immer neue Details in den Kostümen erkennen. Dazu noch ordentliche Gugge- und Spielmannsmusik – viele der Gäste betonten da, dass so eine althergebrachte Straßenfasnacht ohne große Wagen mit viel lauter Musik einfach schön sei. Ein großes Lob erhielten die Veranstalter auch auf facebook und selbst die Rettungskräfte freuten sich über wenig Einsätze. Die letzten Reserven aktivierten die Teilnehmer und Zaungäste übrigens im Narrendorf, das auf dem Parkplatz vor den Mannherz-Hallen aufgebaut worden war. Essen und Trinken gab es hier für jeden und natürlich spielte auch die Musik. Ein Erfahrungsaustausch, der besonders viel Spaß machte.

Bericht Jahreshauptversammlung 2016

Kultur- und Sportgemeinschaft stimmt auf Nachtumzug ein

Generalversammlung bestätigt bewährtes Vorstandsteam / Winter wird am 10. April vertrieben

 

„In Reilingen ist immer was los und es geht gerade so weiter“, begrüßte die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft Sabine Petzold die zahlreichen Vereinsvertreter zur Jahreshauptversammlung. Eine volle Tagesordnung bestätigte diese Aussage, denn zusätzlich zum Straßenfest und Adventsmarkt wird es eine weitere Großveranstaltung in diesem Jahr geben, bei der sich die Reilinger Vereine präsentieren können. Am 18. September lädt das Kreisforstamt zum „Waldtag Schwetzinger Hardt 2016“ auf die Reilinger Waldgemarkung. Es werden rund 5.000 Besucher erwartetet. Dass die Feste der Dorfgemeinschaft durch attraktive, bodenständige und vielseitige Angebote von draußen mit steigenden Zahlen zum Kommen einladen, wurde zwischenzeitlich durch eine Befragung beim letzten Straßenfest bestätigt.

 

Die Vereinsregularien standen aber erst einmal im Vordergrund der Versammlung. Einen ausführlichen Bericht hatte Schriftführer Wolfgang Müller zusammengestellt. Er erinnerte an die vielen erfolgreichen Veranstaltungen, die von der Kultur- und Sportgemeinschaft, überwiegend in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Reilingen, organisiert wurden. Kassier Bernd Biedermann konnte von einem Plus in der Kasse berichten. Kassenprüfer Florian Schaffer und Manuel Vögele bestätigen eine korrekte Buchführung, worauf der Kassier sowie der Gesamtvorstand einstimmig entlastet wurden.

 

Vorstandswahlen

 

Für einen zügigen Wahlvorgang sorgte Ehrenvorsitzender Siegfried Heim. Einstimmig bestätigten die Anwesenden die vorgeschlagenen Damen und Herren in Ihren Ämtern. Als 1. Vorsitzende wurde Sabine Petzold wiedergewählt, als 2. Vorstand Bürgermeister Stefan Weisbrod. Das Schriftführeramt übernimmt weiter Wolfgang Müller, die Kasse liegt in Händen von Bernd Biedermann. Das Team der Beisitzer (Frank Powik / Evangelischer Kirchenchor, Dr. Bernhard Spitzer / MGV 1902, Gerhard Pfeiffer / Sängerbund, Dieter Hopf / Turnerbund Germania, Claudia Geng / Landfrauen) wurde um Monika Kasper (Amici Reilingen-Mezzago) ergänzt. Die Kasse wird künftig von Manuel Vögele und Florian Schaffer geprüft.

 

Die Vorsitzende Sabine Petzold dankte für das entgegen gebrachte Vertrauen und insbesondere dem geschäftsführenden Vorstand für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Ein Lob bekam auch die Reilinger Rathausverwaltung mit Bürgermeister Stefan Weisbrod, „für viele unkomplizierte Hilfestellungen bei Vereinsveranstaltungen“.

 

Sommertagzug am 10. April

 

Positive Signale gab es von den Vereinen auch für die Unterstützung des Sommertagzuges der Freunde Reilinger Geschichte am 10. April, um mit den Kleinsten der Gemeinde gemeinsam den Winter zu verbannen. Sabine Petzold freute sich, dass mit dem Verein der Vogelfreunde und den Kleintierzüchtern wieder Gruppen mit einem Motivwagen bzw. einer Tiergruppe dabei sind. Sie wünschte sich mehr solche Gruppen.

 

2. Reilinger Nachtumzug der Narren am 27. Januar 2017

 

Kein Blick in die Zukunft sondern organisatorisch schon mitten drin, ist das Team für den 2. Reilinger „närrischen Nachtumzug“ am 27. 01.2017. Kreativ und konstruktiv ist man dabei, an diesem Höhepunkt zu Beginn des kommenden Jahres zu arbeiten. Aufgrund vieler Nachfragen, darf man schon jetzt damit rechnen, dass es ein sehr abwechslungsreiches „närrisches Treiben“ im Zugverlauf geben wird.

Bereits am 14.4.2016 wird erneut im Bürgersaal getagt und Interessierte sind eingeladen. Alle Reilinger Vereine können sich am Zug zu beteiligen oder mit einem Versorgungsstand einbringen.

 

Thematisiert wurde ebenfalls eine Aktion des Kreisjugendamtes zum Kinderschutz in den Vereinen. Auch den Reilinger Vereinen ist es wichtig aufzuzeigen, das ihr Verein sensibilisiert in allen Bereichen des Kinder- und Jugendschutz tätig ist und oberste Priorität hat.

 

Letztendlich wurde von der Versammlung noch ein Antrag des evang. Bau- und Fördervereins abgehandelt. Da sich die Vorsitzende Sabine Petzold in diesem Punkt als Gemeinderätin befangen erklärte, übernahm Ehrenvorsitzender Siegfried Heim die Sitzungsleitung..

Inhalt des Antrages war, das die Kultur-und Sportgemeinschaft eine Kooperation zwischen evang. Kirche und Gemeinde Reilingen mit dem Ziel einen größeren Veranstaltungsraum in neu zu bauenden Luther-Haus zu schaffen unterstützt und die Bitte an die Gemeinderäte richtet, dies positiv zu unterstützen.

Nach einer kontroversen Diskussion warb auch Bürgermeister Stefan Weisbrod noch einmal für einen weiteren größeren Veranstaltungssaal. Wies aber auch darauf hin, das es noch viel Klärungsbedarf gibt und das hohe Kosten auf die Gemeinde Reilingen zu kommen würden. Die Mehrheit der anwesenden Vereinsvorstände enthielt sich der Stimme, so daß mit weniger als der Hälfte der Stimmberechtigten der Antrag angenommen wurde.

"Wer Ehrenbürger wird, dem wird die höchste Bürgerehre zuteil"

Bürgermeister Stefan Weisbrod überreicht Philipp Bickle und Walter Klein mit der Ehrenbürgerwürde die höchste Auszeichnung der Gemeinde Reilingen
Auf Beschluss des Gemeinderates Reilingen verlieh Bürgermeister Stefan Weisbrod dem Ortshistoriker und Pädagogen Philipp Bickle und Bürgermeister a.D. Walter Klein die höchste Auszeichnung, die die Gemeinde Reilingen zu vergeben hat: Das Ehrenbürgerrecht. Diese Auszeichnung der ersten Klasse würdigt ihr langjähriges beispielhaftes Verhalten und bürgerschaftliches Engagement, mit dem sie sich um Reilingen verdient gemacht haben. Die beiden echten Reilinger „Ur-Gesteine“ Philipp Bickle und Walter Klein stehen damit nun in einer Reihe mit Adolf Ritzhaupt, Franz Riegler, Ludwig Römpert, Dr. Lea Ueltzhöffer, Fritz Mannherz sowie Helmut Müller.
In einer Feierstunde, zu der die Gemeinde Reilingen eingeladen hatte, konnte Bürgermeister Stefan Weisbrod in der voll besetzten Aula der Friedrich-von-Schiller-Schule neben den beiden neuen Ehrenbürgern und ihren Familien zahlreiche Gäste begrüßen, darunter Abgeordnete des Landtages Baden-Württemberg, die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim und die Mitglieder des Reilinger Gemeinderates. Außerdem übermittelte er die Grüße der Bürgermeister der beiden Reilinger Partnergemeinden, Jargeau und Mezzago. Unter großem Beifall und bei stehenden Ovationen für die Geehrten überreichte der Reilinger Bürgermeister Philipp Bickle und Walter Klein feierlich die Ehrenbürger-Urkunden und übergab ihnen ein Präsent der Gemeinde.
Altbürgermeister Helmut Müller, Bürgermeister Stefan Weisbrod, Hildegard Bickle, Ortshistoriker Philipp Bickle, Brigitte Klein, Bürgermeister a.D. Walter Klein und Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer
Der äußere Rahmen spiegelte die Bedeutung dieser Feierstunde wider. Die Reilinger Feuerwehr und die „Kraichbach-Spatzen“, die Jugendgarde des Karnevalvereins Reilingen, standen Spalier, als die Festgäste den Eingang der Friedrich-von-Schiller-Schule betraten. Das Jugendensemble „La Banda Barroca“ der Musikschule Hockenheim unter der Leitung von Martina Rothbauer und Robert Sagasser gestaltete die musikalische Umrahmung der Feierstunde. Willi Krüger mit der Fanfare und der „Ortsbüttel“ und „Oberpolizist“ Fritz Anselment in historischer Kleidung lenkten die Aufmerksamkeit des Publikums auf die bevorstehende Ehrung. Das Badner Lied, angestimmt vom Musikverein Harmonie, das aus über 330 Kehlen erklang, bildete den glanzvollen Abschluss der Feierstunde.
„Wer Ehrenbürger wird, dem wird die höchste Bürgerehre zuteil.“ Mit diesem Zitat des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt begann Bürgermeister Stefan Weisbrod seine Rede und bedankte sich bei Philipp Bickle und Walter Klein und bei ihren Ehefrauen Hildegard und Brigitte für ihren überaus großen und vielfältigen Einsatz, den sie in den letzten Jahrzehnten zum Wohle ihrer Heimatgemeinde Reilingen fortwährend gezeigt haben. „Philipp Bickle gehört zu Reilingen wie der Hase zu unserem Wappen“, so Stefan Weisbrod. Er hob insbesondere seine Heimatliebe und sein profundes und breit gefächertes historisches Wissen hervor.
Die Gründung des Vereines „Freunde Reilinger Geschichte“, der Aufbau des Reilinger Dorfmuseums, die Etablierung der Reilinger Spargelbruderschaft, die Wiederbelebung der Tradition des Sommertags-umzuges und viele weitere Aktivitäten tragen die Handschrift von Philipp Bickle und seiner Ehefrau Hildegard, die bei seinen heimatkundlichen Tätigkeiten stets unermüdlich mitwirkt.Die große Heimatliebe und die Verbundenheit mit den örtlichen Vereinen ist ein gemeinsames Attribut, das Walter Klein mit Philipp Bickle verbindet. Sechzehn Jahre lang, von 1997 bis 2013, lenkte er die Geschicke der Gemeinde Reilingen und war darüber hinaus im Kreistag und anderen überörtlichen Gremien erfolgreich tätig. Er hat Maßstäbe gesetzt, er war und ist omnipräsent. Walter Klein ist auch nach seiner Pensionierung immer noch sehr aktiv und immer „mit dem Herzen mittendrin“.
Reilingens Ehrenbürger, Bürgermeister a.D. Helmut Müller, betonte in seiner Laudatio für Philipp Bickle seine bewunderswerte innere Einstellung, seine ausgesprochene Liebe zu seiner Heimatgemeinde Reilingen, zu deren Geschichte und deren Menschen sowie seine unnachahmliche Art, dies aufzuzeigen, zu dokumentieren und Andere dafür zu begeistern.Es war die Summe der in und für die Gemeinde Reilingen erbrachten außergewöhnlichen Leistungen, die die Damen und Herren des Gemeinderates bewogen haben, ihn zum Ehrenbürger zu ernennen, der höchsten Auszeichnung und Ehrerbietung, die eine Gemeinde zu vergeben hat.
Philipp Bickle ist ein Mensch, der weiß, dass ein Bürger neben Rechten auch Pflichten hat, der für seine Heimatgemeinde Großes leistet und nicht zuerst fragt, was sie für ihn tut. Helmut Müller erinnerte an sein engagiertes Wirken bei der evangelischen Gemeindejugend und bei der Freiwilligen Feuerwehr Reilingen, an seine Öffentlichkeitsarbeit als Fotograf und Berichterstatter für verschiedene Zeitungen und nicht zuletzt für die Reilinger Nachrichten.Die Nachwelt wird einmal die von ihm geschaffenen und gesammelten Zeitdokumente als kostbares und einzigartiges Gedächtnis unserer Gemeinde betrachten. Mit der von ihm initiierten Gründung des Vereins „Freunde Reilinger Geschichte“ im Jahre 1981 setzte sich erneut ein Dorfgemeinschaftsgedanke durch, der bis heute beispielhaft ist.
Mit der Einrichtung des „Museums für ländliches Leben, Wohnen und Arbeiten“ waren dem breit angelegten heimatgeschichtlichen Wirken kaum mehr Grenzen gesetzt. Philipp Bickle und seine Mitstreiter inszenierten Sonderausstellungen im Museumssaal über vielerlei heimatbezogene Themen wie Spargel, Tabak und Flachs.Für Helmut Müller ist es sehr wichtig, in die Anerkennung der herausragenden Leistungen von Philipp Bickle seine liebe Gattin Hildegard stets einbezogen zu wissen. Sie beide sind „ein Gespann“ im allerbesten Sinne des Wortes, das bleibende Spuren in ihrer Heimatgemeinde hinterlässt.
Die Laudatio für seinen früheren Amtskollegen Walter Klein hielt Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer. Er wies hin auf das außergewöhnliche Engagement von Walter Klein während seiner sechzehnjährigen Amtszeit. Dazu zählen die Erschließung mehrerer Neubaugebiete, der Bau der Bürgerbegegnungsstätte, die sich bei den Bürgern großer Beliebtheit erfreut sowie der Ausbau und die Verbes-serung des öffentlichen Nahverkehrs für Reilingen. Bei all‘ seinem Wirken hat Walter Klein das Wohl der Gemeinde stets über sein persönliches Wohlergehen gestellt. Dieter Gummer lobte seine Bodenständigkeit „einmal Reilinger, immer Reilinger“ und sein überaus großes Engagement für die Reilinger Vereine. Gleichermaßen war und ist er in einigen Gremien des Landkreises und der Rhein-Neckar-Region aktiv. Den Reilinger Spargel über die Reilinger Grenzen hinweg bekannt zu machen, war ihm stets ein besonderes Anliegen. Als überzeugter Europäer hat Walter Klein maßgeblich dazu beigetragen, die Beziehung zu Jargeau, Reilingens Partnergemeinde im Loire-Tal, fortzuentwickeln. Er ist „Gründungsvater“ der Partnerschaft mit der norditalienischen Gemeinde Mezzago. Die ersten Kontakte wurden während seiner Amtszeit als Bürgermeister im Jahre 2000 geknüpft, im Jahre 2009 wurde die Partnerschaft offiziell besiegelt.
Von den besonderen Merkmalen seiner Person hob Dieter Gummer den ausgeprägten Familiensinn und die Zugewandtheit Walter Kleins zu seinen Mitmenschen hervor und vor Allem seine Hilfsbereitschaft, die auf Grund seiner christlichen Einstellung für ihn selbstverständlich ist. Er ist engagierter Katholik und Befürworter der Ökumene.
Sabine Petzold, die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft Reilingen, betonte in ihrem Grußwort, dass die beiden neuen Ehrenbürger der Gemeinde – Philipp Bickle und Walter Klein – bei der Reilinger Kultur- und Sportgemeinschaft stets in vorderster Reihe standen und stehen. Sie stellte fest, dass die Beiden mindestens zwei Gemeinsamkeiten haben: den unverwüstlichen Humor und den Einsatz zum Wohl ihrer Heimatgemeinde.
Hella Müller vom Arbeitskreis Burg Wersau, Sigrid Müller-Dorn von den Freunden Reilinger Geschichte, Katharina Pfahler vom katholischen Kirchenchor und Andrea Ballreich als ehemalige Mitarbeiterin von Walter Klein überreichten den Geehrten die Präsente der Kultur- und Sportgemeinschaft. Der aktive Pferdesportler Walter Klein erhielt eine Herztorte mit einer Pferdefigur und der „Schulmeister“ Philipp Bickle eine Herztorte mit einer symbolisierten Schiefertafel.
Die beiden neuen Ehrenbürger bedankten sich für die hohe Auszeichnung, die sie von der Gemeinde Reilingen empfangen durften.
In seiner humorvollen Art sah sich Philipp Bickle zunächst genötigt, den „Notfall“ auszurufen: Zum ersten Mal in seinem Leben habe er Not, Worte zu finden, die Ehrung habe ihm die Sprache verschlagen. Walter Klein dankte seiner Ehefrau und seinen Kindern, die seine Arbeit und sein Engagement immer mitgetragen haben, und er brachte seinen besonderen Dank zum Ausdruck für die Unterstützung und für das Vertrauen, das ihm die Reilinger in all‘ den Jahren stets entgegen gebracht haben. Man werde sich auf der Auszeichnung keinesfalls ausruhen, sondern sich weiterhin für die Belange Reilingens einsetzen.
-GP-

Fotos: K. Dietrich

Mit „Narri, Narro“ und „Ahoi“ das närrische Fasnet-Treiben in Dornstetten erlebt

Dass „Narri, Narro“ und „ Ahoi“ bestens zusammen passen und fröhlich gemeinsam Fastnet oder Karneval feiern können, stellten  fünfzig  Reilinger beim närrischen Festumzug und dem anschließenden 20. Dornstetter Narrengericht im Schwarzwald fest.


Bereits bei der Ankunft wurden sie mit der Reilinger Hasenfahne (die der Dornstetter Bürgermeister Bernhard Haas zu diesem Anlass wieder herausrücken musste) und einem großem blauen Begrüßungsschild von Andreas Ammer, dem Zeremonienmeister der „Dornstetter Drillerhansele“ und Carolin Baier, der Kulturamtsleiterin herzlich empfangen. Da auf der Fahrt nach Dornstetten bereits  närrisch vor gefeiert wurde, war dieser sympathische Empfang ein toller Einstieg in die schwäbisch-alemannische Fasnet.

 

In der Stadthalle war bereits der Empfang der Zunftmeister aller teilnehmenden Zünfte oder Gruppierungen durch die „Narrenzunft Dornstetten 1992“ im Gange. Bürgermeister Stefan Weisbrod sowie die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft Sabine Petzold hatten die Ehre, sich in das „goldene Zunftbuch“ zum 20. Narrengericht einzutragen. Bunt kostümiert waren die Beiden auf der Bühne schon ein „Hingucker“ unter den vielen Hästrägern in ihren traditionellen Verkleidungen, die teilweise über Generationen weiter vererbt werden.

 

Die Narrenzunft „Dornstetten 1992“ organisierte den Empfang und den närrischen Zug. Der zweite Dornstetter Narrenverein, die „Dornstetter Drillerhansele“, waren für ein anderes Schauspiel zuständig, das 20. Narrengericht.

Heuer war ihnen ein besonderes politisches Schwergewicht ins Netz gegangen und alle Beteiligten freuten sich darauf, den Delinquenten zum Abschluss auf dem historischen Marktplatz vor dem Narrengericht zu sehen.

 

Unbeeindruckt vom  Regen startete aber erst einmal der närrische Zug mit 90 Zugnummern, vielen Hästrägern,  tollen Masken und traditionellen Verkleidungen.  Ein beeindruckender farbenprächtiger Zug durch Dornstetten zum historischen Marktplatz. Es wurde großzügig mit Süßigkeiten, Konfetti und Stroh geworfen. Teufel und Hexen strubbelten, was das Zeug hielt, Karbatschen knallten und Hexenpyramiden türmten sich immer wieder auf. Guggenmusik sorgte vielfältig für eine ausgelassene Stimmung.

 

Die Zugsprecherin begrüßte die bunte lustige  Reilinger Schar und „das närrische Volk“ ließ ein „Ahoi“ durch die Straßen schallen, wobei die „Kurpfälzer“ sich nicht scheuten,  fleißig in das „Narri, Narro“ mit einzustimmen. Es war eine Augenweide, ob es die Raschdadder Nachtgrabbe waren, die Wädderhex vom Mileschdoa Tuttlingen oder die Bosensteiner Höhlenknechte, jede Gruppe begeisterte.

 

In der letzten Zugnummer wurde dann der Delinquent von der „schwarzen Liste“ Landtagskandidat Guido Wolf von den Drillerhansele auf dem Marktplatz vor das Narrengericht gezerrt. Eine ehrwürdige amüsante Gerichtsverhandlung fand mit allen Zutaten, sprich Zeugen, Verteidigern und Anklägern, statt. Allerdings hatte der Delinquent mit Bürgermeister Bernhard Haas einen Zeugen zur Seite, der ihn vor einer größeren Strafe  rettete. Obwohl sich dieser auch selbst schwäbisch spitzbübisch verteidigte und der König von Habsburg (Wolfgang Rebmann) dann nur als Strafe aufbrummte, die ganze Gesellschaft demnächst in Stuttgart ordentlich zu verköstigen.


Mit diesem unterhaltsamen mittelalterlichen Narrenschauspiel endete der närrische Tag in Dornstetten. Zumal die Kultur- und Sportvorsitzende an das närrische Volk viele Einladungen für den 2. Reilinger Nachtumzug der Narren im Januar 2017 verteilt hatte und bereits positive Rückmeldungen bekam.


sP

Auch 2016 wieder über 100 Vereinsveranstaltungen

Mitgliederversammlung der Kultur- und Sportgemeinschaft Reilingen/ Lebensmittelkontrolleur André Neise referiert zum Thema “Auszeichnungspflicht für Allergene und Zusatzstoffe“
Interessante Informationen sowie die Feststellung „in Reilingen ist durchgehend was los“ bestimmten den Ablauf der Mitgliederversammlung der Kultur- und Sportgemeinschaft Reilingen.
Kultur- und Sport-Schriftführer und Hauptamtsleiter Wolfgang Müller stellte den Veranstaltungskalender für 2016 vor, der mit über einhundert Veranstaltungen wieder einmal die Leistungskraft der Reilinger Vereine unter Beweis stellt. Die Vereinsmitglieder konnten noch Ergänzungen hinzufügen und es bestand die Möglichkeit bei Überschneidungen noch andere Lösungen zu finden.
Damit der Gast bei den Reilinger Vereinen immer bestens aufgehoben ist informiert die Kultur- und Sportgemeinschaft in ihren Sitzungen immer wieder darüber, was es zu beachten gibt. „Die Auszeichnungspflicht für Allergene und Zusatzstoffe ist zwar bereits in Kraft getreten, aber es gibt immer noch Klärungsbedarf, was die Vereine deklarieren müssen“, so die KuSg-Vorsitzende Sabine Petzold. Dies war ein sehr guter Grund, Andre Neise von der Lebensmittelüberwachung Rhein-Neckar-Kreis einzuladen, damit die Vereinsvorstände aus erster Hand informiert werden. Er verstand es, sehr verständlich zu erklären, was zukünftig bei der Deklaration notwendig ist und wo das Verständnis der Behörde aufhört und konsequent durchgegriffen wird. Da die Gesundheit aller oberste Priorität hat, müssen die Vereine zukünftig für die Kennzeichnung ihrer Kuchen und Torten auch die fleißigen Bäckerinnen bitten, die Geheimnisse ihrer Backkünste preis zu geben, damit eine möglichst genaue Angabe bei den Allergenen gemacht werden kann.
Zu diesem Punkt gab es natürlich eine heiße Diskussion mit den Vereinsvertretern, aber im Ergebnis bleibt: „Zusatzstoffe und Allergene müssen deklariert werden. Die erforderlichen Kennzeichnungen müssen sich die Vereinsvertreter bei den Lieferanten oder bei selbstgemachten Produkten bei den Spenderinnen einholen.“, so der Lebensmittelkontrolleur.
Dass sich die Vereine aber auch diesen Herausforderungen stellen, ist keine Frage. Es wurde aber auch die Frage gestellt, wie viele Hürden man den Vereinen und das besonders im Rhein-Neckar-Kreis noch in Weg legen will?
Umgesetzt wird das aktuelle Lebensmittelrecht auch beim kommenden Adventsmarkt am 5. und 6. Dezember. Eine Hütte ist noch frei. Außerdem bieten Kultur- und Sportgemeinschaft und Gemeindeverwaltung wieder ein Weihnachtsprogramm vom Feinsten. Dazu wird die stimmungsvolle Rathaus-Beleuchtung den Markt wieder verschönern.
Mit einem Dank für die umfangreiche Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung und dem Wunsch an die Vereine, weiterhin an ihre großartigen Leistungen anzuknüpfen, denn dann wird auch 2016 wieder ein herausragendes Jahr, schloss die Vorsitzende Sabine Petzold die letzte KuSg-Sitzung des laufenden Jahres.

Fastnachtsumzug am 31.01.2016 in Dornstetten

Die Gemeinde Reilingen ist zum Fastnachtsumzug mit Narrengericht am 31.01.2016 in Dornstetten eingeladen. In den Klauen der Narrenzünfte ist jedes Jahr ein Prominenter aus Kultur, Sport oder Wirtschaft.

Der Umzug bewegt sich ab 13 Uhr durch die Dornstettener Hauptstraße zum Marktplatz und der Delinquent wird durch das mittelalterliche Städtchen geschleift. Auf dem Marktplatz tagt dann ab ca. 14.45 Uhr das Narrengericht. Es werden wieder viele Narrenzünfte mit ihren Hästrägern beim farbenprächtigen Umzug dabei sein.
Kultur- und Sportgemeinschaft und Gemeinde wollen mit einer Delegation nach Dornstetten fahren und das Spektakel live erleben. Mitfahrer können sich bis 14.12.2015 im Rathaus bei Wolfgang Müller, Tel. 952-207, wolfgang.mueller@reilingen.de, anmelden, damit der Bus geplant werden kann. Die Reilinger Delegation wird an prominenter Stelle den Umzug anschauen können. Auch eine Fußgruppe ist herzlich willkommen.

Reilinger Vereine stellen Weichen für den närrischen Nachtumzug 2017

Bereits zu Beginn der vorbereitenden Sitzung im Reilinger Bürgersaal war spürbar, wie groß die Freude ist, einen 2. närrischen Nachtumzug, vier Jahre nach dem Dorfjubiläum durchzuführen.
Für Bürgermeister Stefan Weisbrod war die große Teilnehmerzahl im Bürgersaal auch eine Bestätigung seines Eindruckes, dass dieser Nachtumzug ein langgehegter Wunsch der Reilinger Bürger sei, da er immer noch besonders im Fokus der Erinnerungen an das Jubiläumsjahr 2011 steht. „Er habe in seiner Zeit als Bürgermeister schon sehr viel davon gehört und freue sich darauf beim zweiten Nachtumzug voll mit dabei zu sein.“
„Der 2. närr. Nachtumzug wird am 27. Januar 2017 federführend durch die Kultur- und Sportgemeinschaft in Kooperation mit der Gemeinde durchgeführt. Diese Zusammenarbeit hat sich bereits bei vielen Veranstaltungen, wie z.B. Straßenfest und Adventsmarkt, hervorragend bewährt“, so die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft Sabine Petzold. Starten wird der närrische Nachtumzug übrigens nur mit Fußgruppen um 19.11 Uhr in der Siemensstraße und enden, wie jetzt schon aus den Wünschen der Sitzungsteilnehmer zu entnehmen ist, mit einer Abschlussveranstaltung auf dem Parkplatz der Fritz-Mannherz-Hallen. Für die konkrete Planung ist ab 9. Dezember bereits ein kleines Organisationsteam in enger Zusammenarbeit mit den Vertretern der Ordnungs- und Rettungskräfte zuständig, wobei die Vereine der Kultur- und Sportgemeinschaft voll in diese Planung mit einbezogen werden sollen.
Schon in der laufenden Karnevalskampagne sollen im Januar/Februar Flyer auf das kommenden Ereignis in Reilingen hinweisen und zur Teilnahme einladen. Seit in der Presse bekannt gegeben wurde, dass es eine Neuauflage geben wird, gehen bereits zur Freude der Organisatoren Anmeldungen ein und selbst aus Dornstetten/Schwarzwald hat man signalisiert, dass die dortigen Narrenzünfte beabsichtigen, Vertreter der schwäbisch-allemannischen Fastnet nach Reilingen zu entsenden.
Für Fragen, Anmeldungen oder sonstiges stehen die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft Sabine Petzold sowie im Reilinger Rathaus Uwe Schuppel gern zur Verfügung.
Foto: G. Pfeifer

Unterhaltungsprogramm beim Ehrungsabend mit vielen Höhepunkten

Foto: Gerhard Pfeifer
„Es bleibt einem im Leben nur das, was man verschenkt hat.“ So zitierte Bürgermeister Stefan Weisbrod den österreichischen Dirigenten und Komponisten Robert Stolz und hielt im Rahmen des Ehrungsabends der Gemeinde Reilingen eine Laudatio auf die langjährigen Vorstandsmitglieder, die erfolgreichen Sportler, die beispielhaften Blutspender und die Jahrzehnte lang vorbildlichen Kraftfahrer. „ Ich bringe Ihnen allen meinen Respekt und meine Anerkennung entgegen. Reilingen ist liebens- und lebenswert und nicht zuletzt durch Sie, durch ihr ehrenamtliches Engagement, das dem Wohle der ganzen Gemeinde dient und auch diese über die Ortsgrenzen hinaus repräsentiert. Die 63 Vereine machen Reilingen attraktiv und durch vielfältige und ein große Anzahl von Veranstaltungen wird die Lebensqualität hier enorm aufgewertet. Dafür möchten wir Ihnen heute Abend danken.“ Und auch Sabine Petzold, Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft, war voller Lob für die engagierten Bürger: „Die vorbildlichen Leistungen, die die Menschen in unserer Gemeinde erbracht haben, verdienen Respekt, Lob und Anerkennung.“
Uwe Schuppel führte gekonnt durch das bunte Abendprogramm in der voll besetzten Fritz- Mannherz- Mehrzweckhalle, das neben den Ehrungen die Anwesenden zusätzlich mit einigen Showeinlagen unterhielt. So verzauberte das erfolgreiche Speyerer Tanzpaar Sören Senger und Susanne Kosmala die Gäste mit ihren Tanzeinlagen, die sie mit solch einer Leichtigkeit und Eleganz ausführten, dass es jedem Anwesenden klar war, dass dieses Paar bis dato nicht nur auf viele Erfolge zurückblicken kann, sondern auch noch zukünftig sicherlich noch viele weitere Wettbewerbe des Tanzsports für sich entscheiden wird. Auch die beiden Tanzmariechen Nicole Malsam und Kristin Wulf des KVR ernteten für ihre sportlichen, aber auch unterhaltsamen Einzelauftritte sehr großen Applaus und durften sich über Gutscheine der ortsansässigen Eisdiele als Dank für ihre tollen Leistungen freuen. Ein wahrlicher Höhepunkt war aber sicherlich die Showeinlage am Rhönrad von Laura Stullich und Boy Looijen. Eine spektakuläre und ausdrucksstarke Show auf höchstem Niveau, die das Publikum fesselte. Ästhetisch, kraftvoll und rasant zeigte das Duo von Wheel Sensation seine akrobatischen Künste. Doch auch der TBG bereicherte mit seiner Showeinlage das Programm. Die Zuschauer bekamen eine witzige Darstellung mit Turnübungen von „anno dazumal“ durch die Ur- Germanen präsentiert.
Doch die Hauptattraktionen waren die Ehrungen und unter dem Beifall der Anwesenden überreichten Stefan Weisbrod und Sabine Petzold zahlreiche Ehrennadeln in Bronze, Silber und auch in Gold, Urkunden, Gutscheine und Präsente an Einzelsportler, Blutspender, Mannschaften, Vorstandsmitglieder und vorbildliche Kraftfahrer.
Mit einer besonderen Auszeichnung wurde Frank Powik geehrt. Sein Engagement gilt dem 140 Jahre alten evangelischen Kirchenchor. Seine fast 25 Jahre in der Vorstandschaft und seine Führung als Vorsitzender seit 18 Jahren erbrachten dem Reilinger die Landesehrennadel, die ihm Stefan Weisbrod im Namen des Ministerpräsidenten überreichte. „Er war maßgeblich an den gut besuchten Reilinger Passionsspielen im Jahre 2000 beteiligt und schon allein für diese herausragende Leistung hätte er diese Auszeichnung verdient.“ So Stefan Weisbrod. Frank Powik, der schon stolzer Besitzer aller drei Ehrennadeln der Gemeinde ist und auch noch weitere Dienste zum Wohle der Gemeinde leistet, zum Beispiel als Hallenwart, durfte sich mit einem großen Applaus für sein Ehrenamt beglückwünschen lassen.
Nach dem abwechslungsreichen Programm wartete ein Buffet auf die Geehrten und so fand der Abend einen fröhlichen Ausklang mit einem gemütlichen Zusammensein und untermalt mit der Musik des Duos Musikbox.
Die Geehrten: Hervorragende Repräsentanten für ihre Vereine und für die Spargelgemeinde
Ehrung der Vorstandsmitglieder:
Mit der Ehrenplakette in Bronze:
Anni Kochanowski (Kleintierzüchter), Dieter Heiler (Sängerbund), Fritz Seidel (TBG), Klaus Benetti (TBG), Herbert Stroh (Ev. Kirchenchor), Carolin Lehr (TBG), Gerd Bild (Kleintierzüchter)
Mit der Ehrenplakette in Silber:
Lindgart Dietz (Hausfrauen), Siegmar Engelhardt (Ev. Kirchenchor), Doris Herrmann (Ev. Kirchenchor), Reinhard Hille (TBG), Reinhard Bertram (Sängerbund)
Mit der Ehrenplakette in Gold:
Emanuel Kalus (Obst- und Gartenbau)
Ehrung der Kraftfahrer:
Vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr 40 Jahre:
Renate Neuhold, Brigitte Herchenhan, Manfred Neuhold
Vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr 50 Jahre:
Lydia Koch, Elli Hoffmann, Leopold Cornitzius, Hubert Schütz, Werner Hoffmann, Friedrich Krauß
Ehrennadeln Kinder /Jugendliche:
Ehrennadel in Bronze:
Salli Wiese (AMC), Jan Knecht (AMC), Janick Söhner (AMC), Jochen Beck (AMC), Christian Schöfer (RKG Rlg-Hheim), Peter Mayer (Kegelsportverein 62)
Ehrennadel in Silber:
Felix Schröder (RKG Rlg-Hheim), Serkan Degermenci (RKG Rlg-Hheim), Silas Linnebach ( KSV Östringen), Simone Strebelow (SSV)
Ehrennadel in Gold:
Chekib Tounsi (RKG Rlg-Hheim), Dominik Girrbach (RKG Rlg-Hheim), Sandra Strebelow (SSV)
Auszeichnung Blutspenden:
Blutspender 10 Mal:
Steffen Brenner, Nadja Büngener, Carolin Dagenbach, Rainer Kneis, Patricia Malcher, Christian Palmer, Sanda Reeb, Günther Zinkgraf
Blutspender 25 Mal:
Christiane Benetti, Claudia Butz, Ilse Kern
Blutspender 50 Mal:
Hans Georg Eisinger, Philipp Gärtner, Rita Schmuck
Blutspender 150 Mal:
Heinrich Schmitt
Ehrung Einzelsportler, die bereits schon alle Nadeln in bronze, silber und gold besitzen:
Ludwig Weiß (RKG Rlg-Hheim), Paul Rothausky (RKG Rlg- Hheim), Tim Geier (RKG Rlg-Hheim), Scott Gottschling (RKG RLG-Hheim), Silke Hildenbrand (TBG), Björn Krämer (SSV), Philipp Michelberger (SSV)
Mannschaftsehrungen:
SC08:
D- Jugend SC08Staffelmeister unter Trainer Roger Fuchs und Jürgen Haas mit Michael Ziegler, Jannis Gallo, Justus Dielschneider, Jakob Schanzenbach, Luca Ehringer, Dennis Streck, Oliver Krauß, Fabian Smolka, Moritz Wagner, Luis Neureither, Tim Theilig, Dario Langella, Colin Hensel, Nico Lippmann, Samuel Zizmann, Tim Haas
Mannschaft 1B des SC08Meister Kreisklasse C und Aufstieg Kreisklasse B unter Trainer Taskin Turgay, Spielausschuss Hubert Krauß mit Damir Eternovic, Artemi Chodakow, Bastian Winniwisser, Andre Günther, Michal Strnad, Paul Pfannenstil, David Garmann, Patrick Kuderer, Sandro Müller, Ulli Rausch, Richard Pfannenstil, Marcel Martens, Miralem Mastalic, Fabian Hartmann, Christopher Dürr, Carsten Kraus, Peter Wendolsky, Matthias Stegmüller , Dennis Hauser, Michael Stroh, Siragan- Agop Yesil, Christian Beisel, Steffen Krämer, Maximilian Schell, Yannik Heller
A-Jugend der Handballer :
Kreismeister unter Trainer Klaus Rausch mit Fabio Kief, Philipp Meffert, Joshua Kief, Tim Maier, Janosch Menger, Joshua Antl, Patrick Lehr, Robin Kuderer, Marvin Hassis, Marian Benetti, Dennis Zuber, Lukas Repple, Tim Kämmerer, Kevin Krämer, Nico Müller
Qualifikation Landesliga unter Trainer Daniel Maier und Lukasz Langowski mit Pascal Bohlender, Tobias Einz, Paul Rühl, Jonathan Rieder, Philipp Meffert, Tim Kämmerer, Tim Maier, Janosch Menger, Joshua Antl, Lukas Repple, Kevin Krämer, Marvin Hassis, Marian Benetti
Luftpistolenmannschaft:
Rundenkampfsieger in der Landesklasse West/ Aufstieg in die Verbandsklasse mit Björn Krämer, Joachim Jonath, Jens Penther, Waldemar Moos, Stefan Kuppinger, Philipp Michelberger
Tennis Spielgemeinschaft TTC Waldhaus:
Aufstieg in die 1. Kreisliga mit Marie Kief, Natalie Haas, Lisa Hocker, Anna Kappallo, Svea Kief, Martina Feith, Marina von Ameln, Ariane Eichhorn
Die Landesehrennadel als ganz besondere Anerkennung bekam Frank Powik überreicht.
Nach dem abwechslungsreichen Programm durften die erfolgreichen Reilinger ihre Verdienste noch bei einem gemütlichen Beisammensein bei speis und Trank zusammen feiern.
Ein Bilderrückblick folgt in der nächsten Amtsblattausgabe.

Sandra Winter/Foto: Gerhard Pfeifer

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